Auch Bayern darf feiern.
Vom 3. bis 6. Juni 2010 hatte das Bayerische Eisenbahnmuseum zu „175 Jahre Eisenbahnen in Bayern“ aufgerufen. Mit eigenen Lokomotiven und Gastfahrzeugen gehörten die befahrenen Strecken vier Tage wieder dem König Dampf.
Die zahlreichen Sonderzüge des Festivals wurden von einer kleinen Sensation untermalt: die S 3/6 3673 (18 478) war nach 6-jähriger Pause wieder unter Dampf angekündigt – leider durfte sie das Museumsgelände nicht verlassen. Der Grund dafür war schnell in Erfahrung gebracht: die Lager des Innentriebwerks bedürfen noch einer Überarbeitung und das war in der Kürze der Zeit nicht mehr zu schaffen, da hierfür das Innentriebwerk ausgebaut werden muss. Zu den Herbstdampftagen wird es aber wahrscheinlich soweit sein und die bayerische Pacific wird neue Fristen bekommen und auf der Museumsbahn zum Einsatz kommen. Inzwischen ist bekannt, dass die S 3/6 am Wochenende um den 22. August auf der Museumsbahn zum Einsatz kommen soll.
In der Zwischenzeit konnten sich die Besucher über zahlreiche Sonderzüge nach Gunzenhausen, Dinkelsbühl, Lauchheim und Donauwörth freuen oder einfach die Atmosphäre im Museum genießen. Besonders die 9 Uhr Doppelausfahrt aus Nördlingen in Richtung Gunzenhausen und Dinkelsbühl fand große Begeisterung bei den Besuchern.
Mit 01 066 (beschildert als 01 2066-7), 01 118 (Historische Eisenbahn Frankfurt), 01 533 (OGEG), 23 042 (Eisenbahnmuseum Darmstadt-Kranichstein), 38 1301 (OGEG 638.1301), 41 1150-6, 44 2546-8, 52 8168-8, 64 491 (Dampfbahn Fränkische Schweiz) und einer Schienenbusgarnitur (798 522) war viel Abwechslung auf den Schienen unterwegs und jede Menge Dampf zu bewundern. Die historischen Wagengarnituren rundeten das perfekte Bild ab und versetzten die Besucher in vergangene Eisenbahnepochen zurück.
Freuen wir uns somit auf den baldigen Einsatz der S 3/6…
Beginnen wir mit dem Freitag. Hier war kurzfristig zu erfahren, dass die Nördlinger 44 einen PmG nach Gunzenhausen befördern sollte:

44 2546-8 fährt den 9 Uhr Zug als PmG nach Gunzenhausen. Bei der Ausfahrt von Nördlingen wird das alte Stellwerk und die Dreiergruppe Formsignale passiert.
Am Sonntag ging das Festival weiter:

Die erste Leistung am Sonntag wurde von 38 1301 nach Laubheim bestritten. Um die Ausfahrt aus Nördlingen mit Formsignalen festzuhalten muss man leider viele Oberleitungen in Kauf nehmen.

Doppelausfahrt mit Dampf. Die Ausfahrt aus Nördlingen mit 01 066 (als 01 2066-7 beschildert) und 01 533 lässt Herzen höher schlagen.

Auf der Wörnitzbrücke in Harburg macht 38 1301 ein gutes Bild. Die Burg im Hintergrund rundet diese schöne Motiv ab.

Die Brücke in Oettingen lässt sich von beiden Seiten aus fotografieren, je nachdem, wo die Sonne steht. Hier überquert 44 2546 die Wörnitz mit ihrem Sonderzug.

Die Wörnitzbrücke ist ein sehenswertes Motive an der Bahnlinie nach Donauwörth. Vor allem, wenn sie von 23 042 überquert wird.

... so sehenswert, dass wir gleich noch die 41 1150 abgewartet haben, die den Zug in Gegenrichtung bespannte.

In Möttingen hatten wir die 41 1150 wieder eingeholt, da sie im Bahnhof eine Zugkreuzung abwarten musste. Am Esig entstand dieses Foto.

Das Licht machte es uns nicht einfach einen nächsten Fotostandpunkt zu finden. Wir hatten uns entschlossen die Einfahrt der 52 8168 in Nördlingen zu fotografieren. Sie passiert hierbei die Industrieanlagen im Osten von Nördlingen.

Die letzte Fahrt, die wir begleitet hatten, war die Rückleistung der 44 2546. Im Gegenlicht zeichnet sich das Fahrwerk des Jumbos schön ab.










Wieder einmal mehr sind Euch hervorragende Aufnahmen gelungen. Weiter so!
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